Unternehmensgeschichte

über 100 Jahre Dreusicke

Ein Jahrhundert voller Wandel, technischer Entwicklungen und Menschen, die das Unternehmen geprägt haben.

1916
1916
Die Gründung

Ein Anfang auf 15 Quadratmetern

Angefangen hat es am 2. Januar 1916 in einem 15 m² großen Laden und einem als Werkstatt dienenden Nebenraum im Zentrum Berlins. Art des Geschäfts: der Handel mit Ersatzteilen für Büromaschinen und die Aufarbeitung von Schreibmaschinen.

Der Gründer: Wilhelm Dreusicke, 21 Jahre jung, mit wenig Geld aber einem starken Willen und viel Tatkraft.

Beschreibung des ersten historischen Bildes
1916 Belegschaft (W.Dreusicke 2. vl)
Beschreibung des zweiten historischen Bildes
Einladung zur Leipziger Messe 1924
1920–1937
Wachstum und Spezialisierung

Vom eigenen Produkt zum Ersatzteilhandel

Die Firma entwickelte sich gut. Eine Bürowaage und ein Vervielfältiger wurden seit Anfang der Zwanziger Jahre produziert und erfolgreich verkauft. Aber die Krisenjahre nach der Inflation und das Aufkommen der Dauerschablonen gingen nicht spurlos vorüber: Ab 1926 konzentrierte man sich auf den Handel mit Ersatzteilen und Reparaturwerkzeugen für Büromaschinen und den Neubezug von Gummiwalzen für Schreibmaschinen und Vervielfältiger.

Die Nachfrage stieg ständig – nicht nur im Inland, auch der Export insbesondere nach Osteuropa. 1937 wurde eine feinmechanische Werkstatt zur Fabrikation von Ersatzteilen und Spezialwerkzeugen aufgebaut, in der auch Reinigungsapparate für Büromaschinen hergestellt wurden. Die bereits vorhandene Gummiwalzenschleiferei begann, Aufträge für die Büromaschinenindustrie auszuführen.

Beschreibung des ersten historischen Bildes
"Call Center" für Ersatzteile 1939
Beschreibung des zweiten historischen Bildes
Stand auf der Leipziger Messe 1939
1943
Zerstörung und Wiederaufbau

Ein Neubeginn in kurzer Zeit

Bei einem Bombenangriff wurden im November 1943 alle Geschäftsräume zerstört – aber dank der Energie Wilhelm Dreusickes und seiner Mitarbeiter gelang der Wiederaufbau in kurzer Zeit.

Die Fabrikation von Ersatzteilen für Schreibmaschinen, Spezialwerkzeugen, Reinigungsapparaten und die Gummischleiferei wurden ausgebaut. Hinzu kam die Herstellung von Schreibmaschinen- und Fernschreibertypen, die Entwicklung und der Verkauf eines Typenjustierprojektors.

Der Export nach Osteuropa kam zwar aufgrund der politischen Verhältnisse zum Erliegen, aber das konnte mehr als wettgemacht werden durch zahlreiche neue Geschäftsverbindungen ins restliche Europa, in die USA und nach Übersee.

Beschreibung des ersten historischen Bildes
Kronprinz Akihito besichtigt 1963 unseren Typenjustierprojektors
Beschreibung des zweiten historischen Bildes
Reinigungsapparat für Kassen usw.
1973–1979
Generationswechsel und Elektronik

Eine Branche in Bewegung

1976 starb Wilhelm Dreusicke im Alter von 82 Jahren. Bis zuletzt in der Firma aktiv, hatte er sich die Geschäftsleitung seit 1973 mit seinem Neffen Christian Rückert geteilt.

Die Branche war um diese Zeit mächtig in Bewegung: Die mechanische Schreibmaschine erlebte noch eine letzte Blüte mit den Kugelkopfschreibmaschinen – Dreusicke lieferte dazu die Spezialwerkzeuge für den Kundendienst – aber viel entscheidender noch war die Einführung der elektronischen Typenrad-Schreibmaschinen Ende der 70er Jahre, die immer mehr in Gebrauch kommenden Trockenkopierer, die Verbreitung der EDV in den Büros und Verwaltungen.

Die elektronische Typenradschreibmaschine bot ein reiches Betätigungsfeld: Neben elektronischen Testgeräten und Spezialwerkzeugsätzen für den Kundendienst und dem Neubezug der Schreibwalzen wurden sogenannte Schnittstellen, die die Schreibmaschine zu einem PC-Drucker machten, Diskettenlaufwerke zur Textspeicherung und schließlich Bildschirmschreibmaschinen mit Textverarbeitungssoftware verkauft.

Dazu kam noch das Anbringen von Spezialzeichen auf Typenrädern und Kugelköpfen. Dieser spezielle Markt führte 1979 zur Gründung der Dramco Sales Inc. in New York, die die Aufträge dafür im US-Markt bearbeitete.

Beschreibung des ersten historischen Bildes
Zeichenänderungen auf Typenscheiben und Kugelköpfen
Beschreibung des zweiten historischen Bildes
DST1 Diagnosegerät zur Fehlerdiagnose an elektronischen Schreibmaschinen
1974–1985
Neue Fertigungsmöglichkeiten

Vulkanisation und Kunststoffspritzerei

Die Entwicklung der EDV-Drucker brachte Schwung in die Gummiwalzenfertigung, die seit 1974 auch über eine Vulkanisation und seit 1985 über eine Kunststoffspritzerei verfügt.

Dem Großhandel eröffnete die Wartung der Kopiergeräte und Laserdrucker mit Tonerstaubsaugern und dazugehörender Serviceausrüstung neue Möglichkeiten.

Beschreibung des ersten historischen Bildes
Dreherei
Beschreibung des zweiten historischen Bildes
Vulkanisation
1990–2000
Das PC-Zeitalter

Erneute Anpassung an den technologischen Wandel

Anfang der 90er Jahre verdrängte der PC mit Textbearbeitungssoftware die Schreibmaschinen aus den Büros. Dreusicke stellte sich auf diese Situation ein, trennte sich von den durch die Schreibmaschine geprägten Fertigungsbereichen und Niederlassungen und begann ab 1994 mit dem Verkauf von Original-Druckerersatzteilen – ein sich in den Folgejahren stetig entwickelndes Geschäft.

Im Jahr 2000 traten neben Christian Rückert seine Söhne Dr. Carsten und Dr. Ingo Rückert als Geschäftsführer ein. Sie leiten das operative Tagesgeschäft: Carsten den Bereich Großhandel mit Werkzeugen und Ersatzteilen, Ingo die Walzenfertigung.

Christian, Carsten und Ingo Rückert
2000 Audit ISO 9001
Firmenzeichen Drei Eulen
Firmenzeichen „Drei Eulen“
Das Firmenzeichen

Drei Eulen

Die sprichwörtliche Redensart ‚Eulen nach Athen tragen = etwas Überflüssiges tun‘ gab die Anregung zum 1923 entstandenen Firmenzeichen ‚Drei Eulen‘. Gedankenverbindung: Die Güte unserer Produkte, deren Preiswürdigkeit und die Kulanz unserer Firma verstehen sich von selbst.

Dank an die Menschen hinter Dreusicke

Die Basis für Vergangenheit und Zukunft

Der Erfolg der Firma beruht auf dem engagierten und freudigen Einsatz der in ihr tätigen Mitarbeiter. Allen, die zu den bisherigen Erfolgen durch ihr Engagement, ihre Erfahrung und Treue beitrugen, gilt unser Dank.

Er sei namentlich denen ausgesprochen, die in früheren Zeiten besondere Verantwortung trugen: den Prokuristen Frau Althof und den Herren Balser, Volkholz und Buda, den Betriebsleitern Herren Sosna, Hildebrandt, Adamzik und dem Technischen Leiter Herrn Wernitz, den Abteilungsleitern den Damen Schmidt, Kok, Bresilge, Steyer, Jaschinski und Moldenhauer, den Herren Bringmann, Henftling, Rhinow und Proske, den Meistern Herren Munke, Bauermeister, Bröker, Marzahn, Handt, Stehl und Krause und – last but not least – den Außendienstlern Herren Hochstein, Schröder, Edlinger, Barth und Wilde.

Sie schufen – vom Büro oder der Werkstatt aus, durch In- und Auslandsreisen, Teilnahme an Messen und Ausstellungen – die Basis für eine erfolgreiche Vergangenheit und Zukunft.